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COMMUNIQUÉ DE PRESSE 16 JANVIER 2017

Le Sentier, 16. Februar 2017

 

Ein umfangreiches Programm und zwei preisgekrönte Filme am 12. Festival du Film Vert!

Ein Fantast jenseits des Atlantiks bezeichnet alle Informationen, die ihm nicht passen, als «fake news», leugnet die Klimaerwärmung und lehnt jegliche ökologischen Überlegungen ab. In solchen Zeiten ist die Existenz des Festival du Film Vert wichtiger als je zuvor. Es liefert vollständige, fundierte und wirtschaftlich unabhängige Informationen, um die Debatte zu erweitern und ein anderes Bild unserer Gesellschaft aufzuzeigen. Die RegisseurInnen der am Festival gezeigten Dokumentarfilme arbeiten nicht aus Profitgier oder Streben nach Ruhm; im Gegenteil ist es für sie oft schwierig, mit dem Budget für ihre Filme auszukommen. Sie leisten ehrliche, sachliche und wichtige Arbeit.

Dieses Jahr hat das Festival du Film Vert sein Programm und seinen Bekanntheitsgrad weiter ausgebaut: Vom 1. März bis 9. April gibt es an nicht weniger als 55 verschiedenen Standorten in 8 Deutschschweizer Städten, in der Westschweiz und in Frankreich insgesamt 239 Filmvorstellungen – letztes Jahr waren es 164.

Am Eröffnungstag im Musée d’Histoire Naturelle de Genève am 4. März werden Greenpeace, Festivalpartnerin seit 2009, und die Fédération vaudoise de coopération (FEDEVACO) ihre Preise verleihen. Sie haben ihre Favoriten aus den rund 50 Filmen des Festivalprogramms ausgewählt. Ihr Urteil ist bereits bekannt.

 

Futur d’espoir: ein inspirierender Film

Der Dokumentarfilm Futur d’espoir von Guillaume Thébault zeichnet sich durch seine lokale Relevanz, seine Frische und seinen Humor aus, weshalb Greenpeace diesen Film prämiert hat. Der Regisseur zeigt verkannte Aspekte der Agrarökologie auf, macht sich Gedanken, stellt auf seine GesprächspartnerInnen abgestimmte, relevante und brennende Fragen: Fachleute, Bäuerinnen und Bauern, BürgerInnen berichten von ihrer Arbeit und ihrer Beziehung zur Erde.

Hervorzuheben sind insbesondere die Bild-, Schnitt-, Regie- sowie Recherchequalität. «Der junge, neugierige, leidenschaftliche und autodidaktische Regisseur schaffte es, einen packenden und inspirierenden Dokumentarfilm zu produzieren. Kurzum ein scharfsinniger und authentischer Erlebnisbericht eines engagierten Mannes», hebt Jasmine El Mulki hervor, Leiterin von Greenpeace Suisse romande.

Futur d'espoir wird an 7 Standorten des Festival du Film Vert gezeigt und erhält von Greenpeace einen Preis von 2'000 Euro.

 

The True Cost: die Schattenseiten der Mode

Die FEDEVACO beteiligt sich mit der Verleihung eines Nord-Süd-Spezialpreises das zweite Jahr in Folge am Festival du Film Vert. Dieses Jahr konnte The True Cost von Andrew Morgan die Jury des Dachverbands der Waadtländer NGOs für Entwicklung überzeugen. «Dieser Dokumentarfilm wirft einen unbequemen Blick auf die Bekleidungsindustrie und hinterfragt unsere Konsumgewohnheiten», erklärt der Präsident der FEDEVACO Pierre Zwahlen. «Es schien uns interessant, einen Film auszuzeichnen, der nicht nur die in der Textilindustrie der südlichen Länder vorherrschenden erbärmlichen Arbeitsbedingungen anprangert – Hungerlöhne, Überstunden, Repression gewerkschaftlicher Aktivitäten, fehlender Rechtsschutz –, aber auch zum Nachdenken anregt», fügt er hinzu. «Die Erkenntnis, dass unsere hiesigen Einkäufe zu Niedrigpreisen Auswirkungen am anderen Ende der Welt haben, muss dazu führen, dass sich die Einkaufsgewohnheiten der Konsumentinnen und Konsumenten weiterentwickeln.» Der Film The True Cost erhält von der FEDEVACO einen Preis von 2'000 Euro. Der Film wird 13 Mal in verschiedenen Städten gezeigt.

Das gesamte Programm, die Spielzeiten, Filmausschnitte sowie andere praktische Informationen sind ab sofort verfügbar unter www.festivaldufilmvert.ch.

 

Virginie Guignard

Leiterin Kommunikation Verein «Les Films Verts»

presse@festivaldufilmvert.ch

079 256 26 48